Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg

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Schulprogramm

Unser vollständiges Schulprogramm können Sie hier downloaden.

Das Schulprogramm 2011 ist im Herbst 2010 von der Schulkonferenz verabschiedet worden.

Das Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg als Europaschule im Kreis Coesfeld

Das Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg befindet sich in Trägerschaft des Kreises Coesfeld und hat zwei Schulstandorte: Lüdinghausen und Dülmen. In seinem Einzugsbereich liegt die gesamte südliche Hälfte des Kreises Coesfeld mit den Städten Dülmen, Lüdinghausen und Olfen sowie den Gemeinden Ascheberg (mit Herbern), Nordkirchen und Senden. Aus der Tradition heraus, dass der Altkreis Lüdinghausen auch Selm umfasste, besuchen heute noch viele Schüler aus diesem Ort das Berufskolleg an beiden Standorten, zumal eine gute Verkehrsanbindung über die Bahn gegeben ist.
Die Schülerzahlen haben sich in den letzten Jahren bei einer Gesamtzahl von ca. 3000 eingependelt (Zahlen jeweils September); zwei Drittel der Schüler in Lüdinghausen, ein Drittel in Dülmen. Der Anteil der Berufsschule beträgt ca. 40 %.
Der Kreis Coesfeld liegt in zentraler Lage im Münsterland; im Süden begrenzt durch das Ruhrgebiet (Lünen, Dortmund, Castrop-Rauxel, Datteln), im Nordosten schließt sich Münster als Zentrum der Region an. Bestimmten über Jahrhunderte Landwirtschaft und Handwerk das Wirtschaftsleben in der Region, so ist es in den letzten Jahren mittelständisch geprägten Industrie- und Handwerksbetrieben sowie Handels- und Dienstleistungsunternehmen gelungen, neue nationale und internationale Märkte zu erschließen. Aufgrund der geografisch günstigen Lage haben sich im Einzugsbereich der Schule zahlreiche international ausgerichtete Unternehmen angesiedelt oder ihre wirtschaftlichen Interessen entsprechend ausgebaut.
Im Jahr 2007 arbeiteten im Jahresdurchschnitt 88.000 Erwerbstätige im gesamten Kreisgebiet, 25.700 davon im produzierenden Gewerbe, 62.300 im Dienstleistungsbereich. Die Anzahl der im Gesundheitsbereich Beschäftigten steigt dabei stetig.
Die Schule deckt als sog. Bündelschule den (Aus-)Bildungsbedarf für alle im Südkreis vertretenen Wirtschaftssektoren ab.
Entsprechend der wirtschaftlichen Bedeutung des Dienstleistungssektors (der Handel macht davon 50 % aus), sind die kaufmännischen Bildungsgänge nach wie vor sehr stark vertreten; am Schulort Dülmen bilden sie sogar den Ausbildungsschwerpunkt.
Die Schule bietet im kaufmännischen Berufsfeld alle Schulabschlüsse vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur an. Aufgrund des auch im südlichen Münsterland deutlich spürbaren Trends zur Internationalisierung ermöglicht die Schule seit Jahren insbesondere in Bildungsgängen mit kaufmännischem Schwerpunkt den Erwerb von Fremdsprachenzertifikaten. In sämtlichen Bildungsgängen wird Englisch unterrichtet; in allen Bildungsgängen, die zur Fachhochschulreife führen, gibt es weitere Fremdsprachenangebote (Niederländisch, Spanisch und Französisch).
Der Gesundheitsbereich ist in den letzten Jahren entsprechend der zunehmenden gesellschaftlichen Bedeutung gewachsen. Mit der Höheren Berufsfachschule für Gesundheit ist neben der Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen ein weiterer Bildungsgang ergänzt worden, um die Fachhochschulreife zu ermöglichen und eine sich anschließende Fachschulausbildung qualifiziert absolvieren zu können.
Da Industrie und Handwerk zunehmend höher qualifizierte Auszubildende wünschen, bietet die Schule mit der Höheren Berufsfachschule für Technik und der Fachoberschule für Technik weiterführende Angebote in diesem Bereich an.
Um unseren Schülern eine berufliche Ausbildung zu geben, die dem steigenden Bedarf des europäischen und internationalen Marktes an qualifiziert ausgebildeten jungen Leuten mit wirtschaftsbezogenen Fremdsprachenkenntnissen entspricht, gibt es den doppelqualifizierenden Bildungsgang des Staatlich geprüften kaufmännischen Assistenten, Fremdsprachen.
Im Bereich Sozial- und Gesundheitswesen vergibt die Schule inzwischen ebenfalls alle Bildungsabschlüsse vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur. Entsprechend der bisherigen Bedarfssituation im Kreis ist dieser Bereich mit Ausnahme der zur Fachhochschulreife führenden Bildungsgänge überwiegend einzügig.
Mit dem breitgefächerten Angebot für die Allgemeine Hochschulreife sieht sich die Schule nicht in Konkurrenz zu den Gymnasien und Gesamtschulen des Südkreises, sondern möchte über die berufliche Schwerpunktbildung gerade die Schüler ansprechen, die eine eher an der beruflichen Praxis orientierte Hochschulzugangsberechtigung suchen. Das Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg sieht darin die Möglichkeit, die in den PISA-Studien geforderte Erhöhung der Abiturquoten für das südliche Kreisgebiet zu realisieren.
Zu erweitern ist das Angebot für Schüler mit besonderem Förderbedarf. Die Schule bietet deshalb eine berufliche Grundbildung an und beteiligt sich beispielsweise am Werkstattjahr.

Das Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg ist seit 2007 „Europaschule“. Es fühlt sich der Realisierung der europäischen Idee in besonderer Weise verpflichtet.
So ist es ein besonderes Anliegen, die Schüler einer eher ländlichen Region auf die Herausforderungen eines vereinten Europas vorzubereiten.  Sie sollen es als persönliche und berufliche Chance verstehen, sich „fit für Europa“ machen zu können. Das Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg fördert deshalb in allen Bildungsgängen das Erlernen von Fremdsprachen und bietet — wenn möglich — Auslandspraktika an. Der Erwerb interkultureller Kompetenzen wird als logische und konsequente Weiterentwicklung des Fremdsprachenerwerbs verstanden.
Ausgehend von der Kooperation der Fachschulen für Sozialpädagogik und Heilerziehungspflege mit dem Deltion College in Zwolle, hat sich im Laufe der Jahre auch in den kaufmännischen Vollzeitbildungsgängen ebenso wie in den Fachklassen der kaufmännischen und gewerblichen Berufsschule und in dem Bildungsgang AHR/Erzieher ein europäisches Profil entwickelt, das die interkulturellen Kompetenzen der Schüler fördert, die im Sinne einer zukunftsorientierten Ausbildung wesentliche Grundlage für erfolgreiches Handeln im Beruf sind.
Realisiert wird die internationale Ausrichtung der Schule auf unterschiedlichste Weise, so u. a. durch
-   Praktika im europäischen Ausland, wie z. B. in Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Spanien, Schweden und der Tschechischen Republik, finanziell gefördert durch das LEONARDO-DA-VINCI-PROGRAMM oder das Deutsch-Französische Jugendwerk.
-   das Angebot von Arbeitsgemeinschaften zur gezielten Vorbereitung der o. g. Praktika, z. B. in einer interkulturellen AG ebenso wie die Durchführung von internationalen Projekten im Rahmen dieser Aufenthalte im Ausland.
-   die Teilnahme der Lehrer an geförderten Austauschmaßnahmen.
-   regelmäßige internationale Austauschtreffen mit Lehrern, Schülern und Ausbildern.
-   die Durchführung von internationalen Projekten im Rahmen der EU-Programme LEONARDO-DA-VINCI und SOKRATES.
-    die Betreuung von Praktikanten aus dem europäischen Ausland sowie deren Unterbringung im Marianne-von-Weizsäcker-Haus als internationalem Jugendgästehaus der Schule.
-   ein regelmäßig stattfindendes Europafest, auf dem die Schüler Projekt- bzw. Unterrichtsergebnisse zum Thema Europa vorstellen und an Workshops teilnehmen bzw. diese durchführen können.
Diese Aktivitäten werden ideell, finanziell und organisatorisch von der Stiftung des Richard-von-Weizsäcker-Berufskollegs zur Förderung der internationalen Begegnung begleitet.
Darüber hinaus werden die für die interkulturelle Kompetenz besonders wichtigen sprachlichen Kompetenzen auf besondere Weise gefördert, und zwar durch
-  ein mit Niederländisch, Spanisch, Französisch und natürlich Englisch breit gefächertes Angebot an europäischen Fremdsprachen.
-    den regelmäßigen Einsatz eines Fremdsprachenassistenten im Sprachunterricht.
-   die Zertifizierung von Sprachkenntnissen, z. B. durch das KMK-Zertifikat und das DELF-Zertifikat.
-   bilingualen Unterricht in ausgewählten Bildungsgängen.

Die Leitideen des Richard-von-Weizsäcker-Berufskollegs

2.1 Der Name der Schule

Richard von Weizsäcker war von 1984 bis 1994 Bundespräsident der Bundesrepublik Deutsch­land. In dieser Funktion erwarb er ein außer­ordentliches Ansehen und Sympathie in allen Bevölkerungskreisen. Das für die Namensgebung unserer Schule Entscheidende ist aber, dass er es vermag, für die Jugend ein Vorbild zu sein.

In ihrer Bildungs- und Erziehungsarbeit knüpft unsere Schule wesentlich an die von Richard von Weizsäcker formulierten Grundsätze an, die er in vielen insbesondere auch an die Jugend gerichteten Reden und Schriften formuliert hat:

"Wenn Freiheit das Geheimnis der Demokratie ist, dann ist es eine Freiheit zur Beteiligung und Mitverantwortung." "In der Freiheit zu bestehen ist für uns an der Schwelle zum neuen Jahrhundert keine Frage auf Leben und Tod, aber die entscheidende Herausforderung an unsere zukünftige Zivilisation und an die Courage der jungen Generation." (Vier Zeiten, S. 469)

Unsere Jugendlichen tragen Verantwortung für die Zukunft. Aufgabe der Älteren ist es in diesem Zusammenhang, die Erinnerung wach­zuhalten und Möglichkeiten zu bereiten, aus der Geschichte zu lernen.

Wir Menschen müssen lernen, uns gegen Feindschaft und Hass in jeder denkbaren Form zu wenden. Wir müssen lernen miteinander, nicht gegeneinander zu arbeiten.

Dazu benötigen wir Toleranz. Die Würde eines jeden Menschen muss geachtet werden.

Wir müssen für den Frieden arbeiten, die Rechte achten und innere Maßstäbe der Gerechtigkeit entwickeln.

Im Bereich der Wirtschaft bedeutet Freiheit auch, dass der Einzelne sich den Fragen des Gemeinwohls öffnet.

Im Sinne Richard von Weizsäckers unterstützen wir in unserer Arbeit den Leit­gedanken, dass die folgenden Generationen die größte und stärkste Verantwortung sind, die wir haben. Ihre Zivilcourage gilt es zu fördern, auf Frieden als Menschlichkeit und Freiheit als Mitverantwortung hinzu­arbeiten.

2.2 Unser Qualitätsbegriff

Die Verwirklichung der genannten Leitideen macht für uns Qualität von Schule aus. Damit versteht sich das Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg als eine an Leistung und pädagogischen Werten orientierte Schule, die praxisnah, offen und kooperativ ihre Aufgaben erfüllt und in der alle am Schulleben Beteiligten gern arbeiten.

Pädagogisches Arbeiten steht im Zentrum unserer Arbeit, setzt aber eine gute Organisation voraus, die sich an den individuellen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler orientiert.

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Die Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit

3.1 Unterrichtsgestaltung

3.1.1 Fächerübergreifender Unterricht

Das Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg hat sich zum Ziel gesetzt, die Einsicht in komplexe Zusammenhänge bzw. ganzheitliches Denken zu fördern. Die verstärkte Durchführung fächerübergreifenden Unterrichts soll dies in besonderem Maße unterstützen.

Dies bedeutet im Einzelnen, dass

  • Lehrerinnen und Lehrer, die innerhalb eines Fachbereiches unter­richten, die Inhalte ihrer Fächer gemeinsam abstimmen.
  • in den Teams fächerübergreifende, auf­gabenbezogene und pro­jektorientierte Unterrichtsvorhaben vorbereitet und gemeinsam durchgeführt werden.
  • z. B. gemeinsam Fallstudien durchgeführt werden.
  • z. B. gemeinsame Tagesfälle erstellt und bearbeitet werden. 
  • z. B. in den beruflichen Fachbereichen gemeinsam Handlungslernsituationen er­arbeitet werden.

Die Verpflichtung zu fächerübergreifendem Unterricht bedeutet nicht, dass dieser zum ständigen Prinzip erhoben wird; die Kolleginnen und Kollegen werden den entsprechenden Unterricht aber in vorher festgelegten Ab­ständen durchführen.

In den einzelnen Teams oder Arbeitsgruppen werden detaillierte Ziel­verein­barun­gen und Wege, diese zu erreichen, festgelegt.

3.1.2 Praxisbezug

Im Berufsschulbereich arbeitet das Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg ständig an einer verbesserten Koordination betrieblicher und schulischer Ausbildung. Die Zusammenarbeit fördert das Verständnis sowohl der Schule als auch des Ausbildungsbetriebes für den anderen Partner. Die gemeinsame - „ganzheitliche“ - Ausbildung erlaubt auch die Nutzung von Material und Fähigkeiten beider Partner im dualen System.

Dieses Ziel ist zu erreichen über die enge Kooperation mit den Partnern im dualen System (i. d. R. die Ausbildungsbetriebe und zuständige Stellen).

Auch alle anderen Bildungsgänge sind eng mit der beruflichen Praxis verknüpft. Das Berufskolleg ermöglicht seinen Schülern, in sämtlichen Bildungsgängen Praktika zu absolvieren, die inhaltlich am jeweiligen Schwerpunkt des Bildungsganges orientiert sind.

3.1.3 „Fördern und Fordern“: Das Förderkonzept am RvW-BK

 "Fördern und Fordern" bedeutet zweierlei: Zum einen sollen die Schüler die Möglichkeit erhalten, ihre Stärken zu entdecken und weiterzuentwickeln. Zum anderen bedeutet "Fördern und Fordern", dass den Jugendlichen Hilfestellungen gegeben werden, Defizite auszugleichen. Dabei wird auch die individuelle, aktive und eigenverantwortliche Mitarbeit aller Schüler eingefordert. Das Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg entwickelt seit Januar 2007 neue Konzepte der individuellen Förderung in den einzelnen Bildungsgängen. Bereits vor Eintritt in die vollzeitschulischen Bildungsgänge des Berufskollegs werden Aufnahmegespräche geführt. In sämtlichen Bildungsgängen wird zudem ein gezieltes Methodentraining durchgeführt."Fördern und Fordern“ bedeutet immer zugleich individuelle Förderung. Im Blick haben wir dabei sowohl die kognitive als auch die soziale Entwicklung unserer Schüler.Für die kaufmännische Berufsschule gibt es seit dem Schuljahr 2007/2008 ein Förderkonzept, das Stützunterricht vorsieht.Lernberatung allgemein erfolgt kontinuierlich durch die unterrichtenden Lehrer, insbesondere durch die Klassenleiter, und wird ergänzt durch Entwicklungs- und Fördergespräche, die die Lehrer des sog. „Stützunterrichtes“ führen und in denen Zielvereinbarungen beschlossen und protokolliert werden. Diese Zielvereinbarungen sind seitens der Lehrer des Stützunterrichtes in regelmäßigen Abständen zu evaluieren.Der Stützunterricht erfolgt zurzeit im ersten Modul in allen kaufmännischen Bildungsgängen.Die Kooperationspartner im Rahmen des Förderkonzeptes für die Berufsschule insgesamt sind die Ausbildungsbetriebe mit deren Ausbildern und der „Internationale Bund“ (IB) mit Sitz in Lüdinghausen, Dülmen und Coesfeld. Der IB bietet im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) an, die kostenlose Nachhilfe für die Prüfungsvorbereitung beinhalten.Bildungsgänge, die die Fachoberschulreife vermittelnIn der Handelsschule werden zu Beginn des Schuljahres individuelle Beratungsgespräche mit allen Schülern geführt; anschließend finden regelmäßige Feedbackgespräche statt, in denen sich jeder Schüler verpflichtet, bestimmte Ziele für sich zu verfolgen. Hierfür werden Selbsteinschätzungsbögen eingesetzt, die es ermöglichen, sich selbst Ziele zu setzen und diese gemeinsam mit dem Klassenleiter nachzuhalten.In der Berufsfachschule für Sozialhelfer wird von drei Mathematikstunden in der Regel eine als Förderstunde ausgewiesen, in der die Schüler individuell und ihren Bedürfnissen entsprechend üben können. Bei Bedarf bzw. Erfolg soll dieses Konzept auch für den Englischunterricht übernommen werden. Alle Schüler erhalten in diesem Bildungsgang regelmäßig Lern- und Übungsaufgaben.Bildungsgänge, die die Fachhochschulreife oder den schulischen Teil der Fachhochschulreife vermittelnIn der Höheren Handelsschule können die Schüler grundsätzlich nach Prüfung ihrer Eignung folgende Zusatzqualifikationen erwerben, die ihre beruflichen Chancen verbessern:

  •  Fremdsprachenzertifikate
  • Zusatzqualifikationen in „Telekommunikation und Multimedia“
  • Europäischer Computerführerschein (ECDL)


Seit dem Schuljahr 2008/2009 werden mit allen Schülern der Höheren Handelsschule individuelle Lern-Ziel-Pläne vereinbart.

Seit dem Schuljahr 2009/2010 bietet das Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg für Schüler, die neben betriebswirtschaftlichen Kenntnissen auch gezielt berufsspezifische fremdsprachliche Kenntnisse erlangen wollen, den Bildungsgang Staatlich geprüfter kaufmännischer Assistent – Fachrichtung Fremdsprachen an.
Die Schüler der Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen werden individuell durch einen Fachlehrer während ihres einjährigen Praktikums betreut. Um der Heterogenität der Lerngruppe zu begegnen, wird in allen Unterrichtsfächern zunächst ein Angleich der Kompetenzen angestrebt; beispielhafte Bausteine stellen hierbei die Praxistage, das Methodentraining und die Schülerberatunsgtage sowie die Teilnahme an einem politischen Planspiel dar.

Die Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen werden individuell durch eine Fachlehrerin bzw. einen Fachlehrer während ihres einjährigen Praktikums betreut. Um der Heterogenität der Lehrgruppe zu begegnen, wird in allen Unterrichtsfächern zunächst ein Angleich der Kompetenzen angestrebt; beispielhafte Bausteine stellen hierbei das Methodentraining im Schuljahr 2008/09 und die Teilnahme an einem politischen Planspiel dar.

Bildungsgänge, die die Allgemeine Hochschulreife vermitteln

In den Bildungsgängen des Beruflichen Gymnasiums: Schwerpunkt Wirtschaftswissenschaften (D 27), Staatlich geprüfter Fremdspra-chenkorrespondent (D 28) und Mathematik und Informatik (D 21) ist die individuelle Laufbahnberatung der Schüler optimiert worden. Dazu finden nach den Halbjahreszeugnissen in der Jahrgangsstufe 11 Schüler-Lehrer-Gespräche hinsichtlich der spezifischen Stärken und Schwächen der Schüler statt, die vorrangig durch die Klassenleiter, aber auch durch die Fachlehrer (insbesondere in den Abiturfächern) durchgeführt werden. Durch die Vereinbarung von konkreten Maßnahmen soll sich langfristig ein auf den einzelnen Schüler individuell zugeschnittener Förderplan entwickeln.
Im Bildungsgang Allgemeine Hochschulreife und Erzieher soll das selbstständige Arbeiten der Schüler gefördert werden. Durch die Ein-führung von Selbstlernphasen erhalten sie die Möglichkeit, innerhalb einer festen, leistungsmäßig heterogenen Lerngruppe im Rahmen von drei Stunden/Woche fachspezifisch selbstständiges Erarbeiten von In-halten zu üben und ihren Arbeitsprozess anschließend innerhalb der Gruppe zu reflektieren. Sie sollen darüber hinaus zur Förderung ihrer Reflexionsfähigkeit Lernfortschritte dokumentieren und weitere Lernziele formulieren.

Fachschulen für Sozialpädagogik und Heilerziehungspflege

In den Fachschulen beschreiben alle Schüler im Rhythmus von jeweils acht Wochen kriteriengeleitet ihre eigenen Entwicklungsaufgaben und bearbeiten diese in den folgenden Wochen mit Hilfe der Lehrer. Jeder Schüler erstellt diesbezüglich eine Dokumentation.

Wie die geplanten und bereits durchgeführten Maßnahmen zur individuellen Förderung jeweils in den Bildungsgängen evaluiert werden, ist dem Ordner „Zielvereinbarungen der Bildungsgänge/Individuelle Förderung 2010“, der im Schulbüro Lüdinghausen geführt wird, zu entnehmen.

3.1.4 Förderung der Methodenkompetenz

Individuelle Förderung ist zugleich immer auch Förderung der Methodenkompetenz: Die Lehrerschaft des Richard-von-Weizsäcker-Berufskollegs fördert gemeinsam mit den Schülern in allen Bildungsgängen die Lern- und Methodenkompetenz. Das Training grundlegender Lern- und Arbeitstechniken soll die Jugendlichen zu wachsender Selbstständigkeit in der Erarbeitung von Informationen und beim Erwerb neuen Wissens fördern.
Im Hinblick auf die wachsenden und sich ständig ändernden Anforde-rungen im späteren Berufsleben sollen sie befähigt werden, Lernstoff selbstständig zu erarbeiten, zu strukturieren und zunehmend komplexe-re Handlungssituationen zu lösen. Sie sollen weiter lernen, zielorientiert und angemessen Informationen und Ergebnisse zu präsentieren und in allen Bildungsgängen ihre kommunikativen Kompetenzen stärken.
Im Einzelnen bedeutet das, dass in den unterschiedlichen Bildungsgän-gen zunächst die vorhandenen Methodenkompetenzen und das Lern-tempo angeglichen und anschließend Schritt für Schritt die oben ge-nannten allgemeinen sowie berufsfeldbezogenen Kompetenzen vertieft werden. Die meisten vollzeitschulischen Bildungsgänge haben sich in-zwischen für ein kompaktes Methodentraining zu Beginn des Bil-dungsganges entschieden, das dann systematisch im laufenden Unter-richt weiter fortgeführt und vertieft wird. Andere Bildungsgänge haben sich darauf verständigt, spezifische methodische Inhalte gezielt im Fachunterricht zu verankern.
Die Organisation, Durchführung und Evaluation des jeweiligen Metho-dentrainings erfolgt durch die Klassen- und Fachlehrer des betroffenen Bildungsgangs.
Die Evaluation dieser Maßnahmen erfolgt sowohl klassenweise als auch in den einzelnen Teams bzw. Fachbereichen, die die Kriterien für die Evaluation bildungsgangbezogen festlegen. Sie erfolgt über

  • Lernerfolgsüberprüfungen
  • Lehrer-Schüler-Gespräche
  • Überprüfung in regelmäßigen Konferenzen

Wie und mit welchem Ergebnis die geplanten Maßnahmen jeweils durchgeführt werden und worden sind, ist dem Ordner „Evaluation der Bildungsgangarbeit“, der im Schulbüro Lüdinghausen geführt wird, zu entnehmen.

3.1.5 Förderung des Arbeits- und Sozialverhaltens

Reflexionsraumkonzept

Die Schule verfügt in Lüdinghausen über einen Reflexionsraum, der während der Unterrichtszeiten von einem Kollegen oder einer Kollegin besetzt ist. Schülerinnen und Schüler, die den Unterricht stören, werden hier pädagogisch betreut. Ziel dieser pädagogischen Betreuung ist es, den jeweiligen Schülerinnen und Schülern Hilfestellung zu geben, ihr Sozial- und Arbeitsverhalten zu verbessern.

Hausordnung

Die Erziehungsarbeit am Richard-von-Weizsäcker-BK wird zusätzlich unterstützt durch eine Hausordnung, die detaillierte Verhaltensregeln für Schüler und Lehrer enthält sowie Sanktionen, falls diesen zuwider gehandelt wird. Die Hausordnung wird allen Schülern zu Beginn des Schuljahres durch die Klassenlehrer bekannt gegeben. Zusätzlich regelt in einzelnen Bildungsgängen ein zwischen Schülern und Lehrern vereinbarter „Schulvertrag“ das Zusammenleben während und außerhalb der Unterrichtszeit.

3.1.6 Förderung besonderer fachlicher oder überfachlicher Kompetenzen

In der Berufsschule gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Englisch für Schüler, die die Fachoberschulreife nachholen möchten
  • Internationale Rechnungslegung für Steuerfachangestellte
  •  Führen eines realen Wertpapierdepots mit eigenem finanziellen Risiko während der gesamten Ausbildungsdauer zur Förderung von Entscheidungskompetenzen und Verantwortungsbewusstsein für Bankkaufleute
  •  Betriebsorientierte Projektarbeiten für Industriekaufleute
  • Gestaltung im Handwerk
  • Schüler, die interessiert sind, Fremdsprachenzertifikate zu erwerben, haben die Möglichkeit, im Rahmen ihres Englischunterrichts die KMK-Prüfung zu absolvieren. Das KMK-Zertifikat bescheinigt den Teilnehmern berufsfeldspezifische Kenntnisse im Hinblick auf den europäischen Referenzrahmen und macht damit die erbrachte Leistung international vergleichbar.
  •  Europaassistent im Handwerk

In der Höheren Handelsschule können die Schüler folgende An-gebote wahrnehmen:

  •  Sie können den European Business Course absolvieren und ihn mit dem Cambridge Advanced Certificate abschließen.
  • schulinternes „T&M-Zertifikat“

Im Bildungsgang Staatlich geprüfter kaufmännischer Assistent kön-nen die Schüler folgende Angebote wahrnehmen:

  • KMK-Zertifikat in den Sprachen Englisch und Spanisch

In der Höheren Handelsschule und den Bildungsgängen, die zum Abitur führen, gibt es folgende Angebote:

  • Die an Fremdsprachen besonders interessierten Schüler können neben dem regulären Unterricht zusätzlich die schulischen oder au-ßerschulischen Fremdsprachenprüfungen KMK Spanisch oder DELF (Diplôme d´Etudes en Langue Française) absolvieren.
  • Die Schüler der Höheren Handelsschule und des Beruflichen Gymnasiums (Schulort Dülmen) können sich auf den Europäischen Computerführerschein (ECDL) vorbereiten. Diese Möglichkeit soll ausgeweitet werden.
  • Schülern des Beruflichen Gymnasiums wird ermöglicht, das Certificaat Nederlands als Vreemde Taal (CNaVT) abzulegen.

Die genannten Angebote sind Anhaltspunkte einer externen Evaluation und dienen damit der Qualitätssicherung an unserer Schule. In diesen Prozess fließen ebenso Erkenntnisse aus den Prüfungen der zuständi-gen Stellen (z. B. IHK, HWK) ein. So erhalten ca. drei Viertel aller Schü-ler externe Zertifikate über ihren Ausbildungsabschluss.

3.2 Die Kooperation zwischen Lehrern und Schülern

Die Kooperation zwischen Lehrern und Schülern basiert auf folgenden Leitideen:

  1. Gegenseitige Wertschätzung ist die Basis für kooperatives Arbeiten.
    Kriterien für diese Leitidee sind die beiderseitige Signalisierung von Gesprächsbereitschaft sowie das gemeinsame Erarbeiten von Umgangs­formen. Zu letzteren gehören Zuverlässigkeit, Sachlichkeit, Rücksicht­nahme, Namenskenntnis, Freundlichkeit, Fairness im Unterricht, Ehrlich­keit sowie Transparenz in der Bewertung.
  2. Schüler und Lehrer fördern gemeinsam so­ziales, methodisches und fachliches Lernen.
    Kriterien für diese Leitidee sind eine starke soziale Gruppe "Klasse" und die differenzierte Förderung des methodischen und fachlichen Lernens z. B. durch Team­work, gezielte Förderung starker Schüle­rinnen und Schüler oder besondere Unter­stützung schwacher Schülerinnen und Schüler.
  3. Schüler und Lehrer kooperieren bei der Einbindung der Praxis in den Unterricht.
    Das Theorie - Praxis - Verhältnis ist nicht als Anwendungsverhältnis zu verstehen: Berufliches Handeln muss gemeinsam im Unterricht mit Hilfe von Theorien analysiert und kritisch reflektiert werden, um gegebenenfalls Veränderungen zu initiieren. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln Eigenverantwortlichkeit für den Erwerb der für die Ausbildung notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten. Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler begreifen sich im Hinblick auf die Praxis gemeinsam als Lernende.

3.3 Beteiligung der Eltern an der Bildungs- und Erziehungsarbeit

Lehrerinnen und Lehrer sehen es als ihre wichtigste Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler des RvW-BK bestmöglich auf Ausbildung, Beruf oder Studium vorzubereiten.

Die ständig steigenden Anforderungen in allen Bereichen setzen voraus, dass unsere Schülerinnen und Schüler ihrem „Arbeitsplatz Schule" die Bedeutung geben, die für eine erfolgreiche Schullaufbahn erforderlich ist.

Die Schülerinnen und Schüler benötigen dafür ggf. klärende Worte ihrer Lehrerinnen und Lehrer und die Unterstützung der Eltern. Ein erfolgreicher Schulabschluss ist somit das Ergebnis ihrer gemeinsamen Anstrengungen.

Das RvW-BK bietet den Eltern seiner Schülerinnen und Schüler eine vertrauensvolle und pädagogisch verständnisvolle Unterstützung und Beratung, es erwartet von ihnen aber auch die aktive Teilhabe an der Schullaufbahn von Tochter oder Sohn.

3.4 Gestaltung des Schullebens

Das Schulleben am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg wird durch die zahlreichen Aktivitäten in den einzelnen Bildungsgängen gestaltet, von denen einige hier beispielhaft angeführt werden sollen:

  • Durchführung regelmäßiger schulinterner Aktionstage, zum Teil auch für eine breitere Öffentlichkeit (gemeinsam mit „Roter Keil“ zum Thema Kinderprostitution
  • Ein jeweils im Januar stattfindendes Europafest (abwechselnd in Dülmen und Lüdinghausen)
  • Als Europaschule fördert das Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg auch die interkulturellen Kompetenzen der Schüler. So finden bei unterschiedlichsten Gelegenheiten immer wieder Begegnungen mit niederländischen Schülern statt.
  • Die im Marianne-von-Weizsäcker-Gästehaus wohnenden Praktikantinnen und Praktikanten werden fast immer auch von Schülern mitbetreut, so dass sich automatische internationale Kontakte ergeben.
  • Ausstellungen in der Schule (Kunst, Gesellschaftslehre mit Geschichte)
  • Erstellung eines Schuljahrbuchs
  • Schulseelsorge an beiden Schulorten
  • Einbezug religionspädagogischer Werte, um die Schule menschlich zu gestalten
  • Musikalische und tänzerische Beiträge der Schüler bei Feiern
  • Regelmäßige Theateraufführungen am Schulort Dülmen
  • Gemeinsamer Besuch von Theateraufführungen
  • Durchführung von Sportveranstaltungen (Schüler-Lehrer-Turniere, z. B. Fußball-/ Volleyballturniere, Sponsorenläufe)
  • Aktion "Stolpersteine"
  • Regelmäßige Projekttage zu unterschiedlichen Themen
  • Projektbezogene Gestaltung von Teilbereichen der Außenanlagen durch bestimmte Bildungsgänge am Schulort Lüdinghausen

3.5 Externe Kooperation

Kooperation mit außerschulischen Bildungsträgern, Betrieben, öffentlichen Einrichtungen und Schulen

Die Verknüpfung mit der beruflichen Praxis erfordert eine enge Ko­operation der Schule mit außerschulischen Bildungsträgern, Betrieben und anderen Einrichtungen des öffentlichen Lebens. Dies bedeutet für unsere Schule neben der konsequenten Durchführung von Praktika:

  • In verschiedenen Abteilungen arbeitet das Berufskolleg zusammen mit sozialen und pädagogischen Institutio­nen wie z. B. der Kreishandwerkerschaft Coesfeld, dem Havixbecker Modell, dem Internationalen Bund, der Caritas u. a.
  • Die Schule nimmt regelmäßig teil an Wettbewerben z. B. zur politi­schen Bildung, dem Planspiel Börse, dem Projekt START-UP - Unternehmensgründung u. a.
  • In einigen Abteilungen werden Erste-Hilfe-Kurse und, für den Schulort Lüdinghausen, regelmäßige Blutspendeaktionen in Zusammenarbeit mit dem DRK angeboten.
  • Im Fach Sport arbeitet das Berufskolleg mit Nachbarschulen und Vereinen zusammen. Die Schule nimmt z. B. auch teil an regionalen Wettkämpfen. Außerdem richtet sie Wettkämpfe aus bzw. organi­siert diese.

3.5.1 Auslandskontakte

  • Seit 2004 unterhalten die Fachschule für Sozialpädagogik und der Bildungsgang „Allgemeine Hochschulreife/Erzieher“ zudem gute Kontakte zur Universität Barcelona und zur Haagse Hogeschool in Den Haag. Dadurch haben die Studierenden der Fachschule sowie die Schüler des AHR-Bildungsgangs die Möglichkeit, ihre Praktika in sozialpädagogischen Einrichtungen in Barcelona (E), Den Haag (NL), Lincoln (GB), Taverny (F) und Älmhut (SE) zu absolvieren.
  • In kaufmännischen Bildungsgängen, die zur Fachhochschulreife und zur Allgemeinen Hochschulreife führen, haben Schüler die Möglichkeit, ihre pädagogisch begleiteten Praktika im Ausland zu machen. Sie finden in Sevilla (E), Plymouth (GB), Leeds (GB), Grenoble (F), Charlesville-Mézières (F) und Örebro (SE) statt und werden durch das LEONARDO-PROGRAMM bzw. durch Mittel des Deutsch-Französischen Jugendwerks gefördert. Zertifiziert werden die dabei erlangten beruflichen Kenntnisse und Kompetenzen durch den Europass Mobilität.
  • Seit 2005 unterhält die Schule eine offizielle Schulpartnerschaft mit dem Deltion College in Zwolle. Seither werden gegenseitige Besuche und Praktikantenaustausche - auch in den technischen Abteilungen - beider Schulen (Metall-, Kfz- und Elektrotechnik) initiiert.
  • Die Fachschulen für Sozialpädagogik und Heilerziehungspflege ko-operieren seit 1999 mit dem Deltion College und den entsprechen-den Abteilungen. Die Kooperation ist geprägt durch regelmäßige gegenseitige Praktikanten- und Ausbilderaustausche.
  • Seit 2004 unterhalten die Fachschule für Sozialpädagogik und der Bildungsgang „Allgemeine Hochschulreife/Erzieher“ zudem gute Kontakte zur Universität Barcelona und zur Haagse Hogeschool in Den Haag. Dadurch haben die Studierenden der Fachschule sowie die Schüler des AHR-Bildungsgangs die Möglichkeit, ihre Praktika in sozialpädagogischen Einrichtungen in Barcelona (E), Den Haag (NL), Lincoln (GB), Taverny (F) und Älmhut (SE) zu absolvieren.
  • In kaufmännischen Bildungsgängen, die zur Fachhochschulreife und zur Allgemeinen Hochschulreife führen, haben Schüler die Möglichkeit, ihre pädagogisch begleiteten Praktika im Ausland zu machen. Sie finden in Sevilla (E), Plymouth (GB), Leeds (GB), Grenoble (F), Charlesville-Mézières (F) und Örebro (SE) statt und werden durch das LEONARDO-PROGRAMM bzw. durch Mittel des Deutsch-Französischen Jugendwerks gefördert. Zertifiziert werden die dabei erlangten beruflichen Kenntnisse und Kompetenzen durch den Europass Mobilität.
  • Lehrer betreuen Praktikanten aus dem Ausland, die in unserer Regi-on ein Praktikum absolvieren.
Foto: Schülerinnen und Schüler mit verliehenem Europass
Schüler mit verliehenem Europass

In kaufmännischen Bildungsgängen, die zur Fachhochschulreife und zur allgemeinen Hochschulreife führen, haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre pädagogisch begleiteten Praktika im Ausland zu machen. Sie finden in Spanien, den Niederlanden, Großbritannien, Frankreich und Schweden statt und werden durch das LEONARDO-Programm bzw. durch Mittel des Deutsch-Französischen Jugendwerks gefördert. Zertifiziert werden die dabei erlangten beruflichen Kenntnisse und Kompetenzen durch den Europass Mobilität.

Kolleginnen und Kollegen betreuen Praktikantinnen und Praktikanten aus dem Ausland, die in unserer Region ein Praktikum absolvieren.

3.6 Beratung

3.6.1 Schullaufbahnberatung

Interne Beratung
Beratung erfolgt grundsätzlich durch alle Lehrer am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg, insbesondere aber auch über die Klassenlehrer. Ferner stehen die jeweiligen Abteilungsleiter sowie die Schulleitung für individuelle Gespräche zur Verfügung.

Externe Beratung
Das Richard-von-Weizsäcker-Berufskollegveranstaltet in regelmäßigen Abständen Beratungsabende an beiden Schulorten. Sie finden in der Regel im Dezember und im Januar statt. Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I haben dann Gelegenheit, sich in der Schule vor Ort bei den verschiedenen Bildungsgangteams in individuellen Gesprächen über die von der Schule angebotenen Bildungsgänge und die für sie möglichen Bildungswege zu informieren. Auf Wunsch und Einladung einzelner Schulen der Sekundarstufe I – insbesondere in Dülmen - beraten Lehrerteams in den Schulen selbst. Auch für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I bieten wir Unterrichtshospitationen an. Jährlich wechselnd informiert das Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg auch während der Berufsorientierungsmesse AnSchuB (s. u.) und in der Stadthalle in Senden über das Angebot der Schule.

Für jeden an der Schule angebotenen Bildungsgang gibt es Informationsmaterial. Die Broschüre „Bildungskompass“ des Kreises Coesfeld informiert noch einmal zusätzlich über das Angebot der Berufskollegs im Kreis insgesamt.

3.6.2 Berufsorientierung

 Alle zwei Jahre findet am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg die Informationsbörse AnSchuB statt, auf der Betriebe über Ausbildungsmöglichkeiten und die Schule über ihr Angebot informieren.

Weiter arbeitet das Berufskolleg bezüglich der Berufsberatung und der Ausbildungsplatzvermittlung mit der Agentur für Arbeit zusammen.

Die Agentur für Arbeit bietet nach entsprechender Vorbereitung durch die Klassenleiter regelmäßig Sprechstunden und Inforamtionsveranstaltungen für alle Schüler an, die noch eine Ausbildungsstelle suchen. Sie beteiligt sich auch am Bewerbungstraining.

In allen Bildungsgängen sind berufsorientierende Praktika fester Bestandteil der Ausbildung.

Der Förderverein lädt regelmäßig ehemalige Schüler ein, die nach Ausbildung und/oder Studium interessierten Schülern über ihr Berufsleben berichten.

3.6.3 Bewerbungstraining

An den letzten beiden Schultagen wird für die vollzeitschulischen Bildungsgänge ein Bewerbungstraining mit Ausbildungsbetrieben aus der Region und der Agentur für Arbeit durchgeführt. Hierbei werden die aktuellen Anforderungen des regionalen Arbeitsmarktes und die Interessenschwerpunkte der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt.

3.6.4 Studienberatung

 Regelmäßig finden für unsere Schüler Hochschulinformationstage mit Vertretern von Universitäten und Fachhochschulen der Region statt.

Beratungsveranstaltungen durch die Fachhochschulen in den Niederlanden (speziell Saxion College) finden ergänzend an beiden Schulorten statt.

3.6.5 Beratung in schwierigen Lebenslagen

Für Beratungsgespräche in allgemeinen Lebenskrisen stehen zunächst die evangelische Schulpastorin und eine katholische Schulseelsorgerinsowie ausgebildete Lehrer als Beratungslehrer zu verschiedenen Beratungsschwerpunkten zur Verfügung. Zusätzlich ist über ein Notfalltelefon jederzeit ein solcher Beratungslehrer erreichbar.

Ziel des Beratungsteams ist es, den Schülern eine erste Anlaufstelle bei psychosozialen Problemen unterschiedlicher Art anzubieten,  um zusammen mit den betroffenen Schülern in Einzelgesprächen ein Problemlösungskonzept zu erarbeiten und ggf. externe Beratungsstellen, insbesondere die Regionale Schulberatungsstelle, hinzuzuziehen und einzubinden.

Zu diesen Beratungsstellen gehören z.B.

  • Schuldnerberatung der evangelische Kirche in Lüdinghausen
  • Caritas in Lüdinghausen
  • donum vitae

3.6.6 Schulseelsorge

Schulseelsorge am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg ist ein Angebot für Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und Eltern. Schulpastorale Angebote sind eine Einladung und beruhen auf dem Prinzip der Freiwilligkeit.

Schulseelsorge am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg geht davon aus, dass Schule nicht nur Lernraum, sondern Lebensraum ist. Sie setzt sich deshalb ein für eine humane Schule, in der die Menschen ganzheitlich gesehen werden, nicht nur in ihrer Funktion als Schüler oder Lehrer. Gesprächsangebote, die Durchführung von Tagen religiöser Orientierung, die Gestaltung und Durchführung von Gottesdiensten und Angebote im kirchlichen Jahreskreis (z.B. zur Adventszeit) tragen zu einer lebendigen Schulkultur bei. Sie ermöglichen die Begleitung von Menschen in ihrem persönlichen Suchen und Fragen, können neue Erfahrungsräume erschließen und fördern die Gemeinschaft an der Schule. Durch die Zusammenarbeit mit externen Partnern wird eine Öffnung der Schule nach außen bewirkt.

Organisation der pädagogischen Arbeit, interne Organisation

Das Teamkonzept

Das Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg arbeitet nach dem Team­konzept. Für jeden Fach­bereich gibt es ein eigenes Arbeitsteam, das eigenverantwortlich und in Kooperation mit den außerschulischen Partnern an der kontinuierlichen Verbesserung der schulischen Arbeit und deren Anpassung an die außerschulische Entwicklung arbeitet. Das Teamkonzept ist eine wichtige Voraussetzung für die interne Evaluation.

Die Teams sind an der Personaleinsatzplanung und der Stundenplanung beteiligt. Sie bereiten fächerübergreifende, aufgabenbezogene und pro­jektorientierte Unterrichtsvorhaben vor und führen diese gemeinsam durch.

Das Teamkonzept soll den einzelnen Kolleginnen und Kollegen auch er­möglichen, die Arbeitsbelastung gleichmäßig zu verteilen und damit für einzelne abzubauen. Die Leitungsstrukturen unserer Schule sollen transparenter werden. Inzwischen ist eine Organisationsstruktur mit klarer Aufgaben­beschreibung entwickelt worden.

Die unmittelbare Verantwortung für die Arbeit in der Abteilung trägt der Leiter oder die Leiterin des jeweiligen Bildungsganges. Der Schulleiter trägt die Gesamtverantwortung.

Die Steuergruppe

Die vom Kollegium gewählte Steuergruppe soll in dialogischer Beteiligung von Schulaufsicht, Schulleitung, Lehrern, Schülern, Eltern und ggf. Betrieben am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg den Schulentwicklungsprozess anregen, koordinieren und in der Fortschreibung des Schulprogramms schriftlich fixieren. Konkret bedeutet dies die Konzeption und Organisation von Schulentwicklungstagen sowie die Initiierung und Begleitung des internen Evaluationsprozesses in Bezug auf Unterricht, (erweiterte) Schulleitung und Stundenplan.

Unterrichtssicherungskonzept

Wie alle Schulen bemüht sich das Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg, Unterrichtsausfall zu vermeiden und Vertretungsunterricht sinnvoll zu gestalten. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, ist ein detailliertes Unterrichtssicherungskonzept entwickelt worden, das im Schulbüro ausliegt. Es basiert auf grundsätzlichen Vereinbarungen, die sowohl die lang- als auch die kurzfristige Vertretung betreffen.

Das Medienkonzept

Das Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg hat zahlreiche Bildungsgänge, in denen die Arbeit am Computer zwingend erforderlich ist. Darüber hinaus sieht das in allen Bildungsgängen praktizierte Methodentraining inzwischen das Erlernen eines sinnvollen Umgangs mit dem Internet und die Anwendung moderner Präsentationstechniken vor. Grundkenntnisse in Text- und Datenverarbeitung werden in allen gesellschaftlichen Bereichen erwartet, so dass die Schule diese unabhängig vom vorgegebenen Fächerkanon ebenfalls vermitteln muss. Das Medienkonzept der Schule orientiert sich dementsprechend nicht nur an den Bildungsgängen mit Fächern, die den Einsatz der Datenverarbeitung erfordern, sondern an den allgemeinen Anforderungen an die moderne Berufs- und Lebenswelt.

Aus diesem Grunde bietet das Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg beispielsweise seit dem Schuljahr 2008/2009 für interessierte Schüler der Höheren Handelsschule und des Beruflichen Gymnasiums am Schulort Dülmen den Erwerb des Europäischen Computerführerscheins (ECDL) an.

Während der Pausen oder unterrichtsfreien Zeiten bleiben grundsätzlich alle Klassenräume geöffnet, um den in der Regel volljährigen Schülern angemessene Aufenthaltsmöglichkeiten anbieten zu können. Fachräume (z. B. DV-Räume) werden außerhalb der Unterrichtszeiten stets verschlossen gehalten. In fast allen sind inzwischen Beamer fest installiert. In Klassenräumen werden im Unterschied dazu mobile Laptop- oder Medien-Einheiten (Fernseher mit DVD-Player oder Videorekorder) eingesetzt. Diese mobilen Einheiten stehen an beiden Schulorten auf allen Etagen zur Verfügung. Digitale Foto- und Videokameras können - soweit einzelne Bildungsgänge nicht eigene Geräte verwalten - an beiden Schulorten ausgeliehen werden. Mit diesem Konzept soll gleichzeitig auch eine möglichst optimale Auslastung der vorhandenen Geräte gewährleistet werden.

Fast alle Räume des Berufskollegs in Lüdinghausen verfügen über einen Internetanschluss; in Dülmen gibt es überall zusätzlich zu festen Anschlüssen W-LAN.

Fortbildung

Der Fortbildungskoordinator hat in Absprache mit den Gremien der Schule ein Fortbildungskonzept erarbeitet, das einen optimalen Ausbildungsstand der an der Schule unterrichtenden Lehrer garantieren soll.

Die Teams ermitteln ggf. mit Hilfe des Fortbildungskoordinators den Fortbildungsbedarf, der Fortbildungskoordinator führt ihn zusammen und bemüht sich um geeignete Moderatoren. Bedarf, der schulintern nicht gedeckt werden kann, muss durch übergeordnete Stellen abgedeckt und der Austausch zwischen Lehrern verschiedener Schulen gewährleistet werden.

Das Qualitätssicherungskonzept

Das Qualitätssicherungskonzept des Richard-von-Weizsäcker-Berufs­kollegs beruht im Wesentlichen auf dem Vertrauen in eine konsequente Selbstevaluation.

Die Evaluation der Unterrichtsqualität sowie der Kooperation zwischen Lehrern und Schülern sowie der Schüler untereinander erfolgt zum einen in den jeweiligen Klassen durch die Klassenleiter und die Fachlehrer, die vier oder mehr Stunden in einer Klasse unterrichten. Dies geschieht zum Halbjahreswechsel mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens, der den Unterricht selbst, das Arbeitsklima, das Verhalten der Lehrkraft und der Schüler sowie die Leistungsbewertung in den Blick nimmt. Die Ergebnisse des Fragebogens werden in der jeweiligen Klasse gemeinsam mit den jeweiligen Lehrern thematisiert. Weitere Lehrer können diesen Fragebogen ebenfalls in ihrem Unterricht einsetzen.

Darüber hinaus wird der Unterricht im Rahmen der Bildungsgangarbeit in den verantwortlichen Teams systematisch und regelmäßig überprüft. Als Instrument dient hierzu eine Matrix, mit deren Hilfe Schwerpunkte und Ziele der Bildungsgangarbeit ebenso festgelegt werden wie konkrete Maßnahmen und Methoden, die zur Realisierung dieser Ziele notwendig sind. Am Ende eines jeden Schuljahres werden die beschlossenen Maßnahmen im Hinblick auf die Zielsetzung evaluiert. Einzelheiten zu den konkreten Ergebnissen und Inhalten dieser Selbstevaluation finden sich im Ordner "Evaluation" im Schulbüro Lüdinghausen.

Als ein wesentliches Element der Schulorganisation wird der Stundenplan der Schüler ebenso wie der Lehrkräfte evaluiert. Verantwortlich für die Datenerhebung und deren Auswertung ist die Steuergruppe.

Als Folge der Erprobung der Qualitätsanalyse am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg im Schuljahr 2006/2007 sind mit der Bezirksregierung Zielvereinbarungen zur Evaluation getroffen worden, die die individuelle Förderung und das interne Evaluationskonzept betreffen. Inzwischen hat es eine zweite Zielvereinbarung gegeben, die die Zielsetzung „Individuelle Förderung“ weiter präzisiert hat.

Gender Mainstreaming

 

Gender Mainstreaming wird als Auftrag verstanden, die unterschiedlichen Interessen und Lebenssituationen von Frauen und Männern von vornherein zu berücksichtigen, um das Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern effektiv verwirklichen zu können. Das Konzept „Gender Mainstreaming“ am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg ist grundsätzlich als Prozess angelegt. Hierzu gehört die Gewährleistung der Chancengleichheit von Frauen und Männern.

Das Berufskolleg hat einen hohen Mädchen- und Frauenanteil sowohl innerhalb der Schülerschaft als auch einen hohen Anteil von Lehrerinnen innerhalb des Kollegiums.

Aus dieser Tatsache ergibt sich die besondere Bedeutung des Gender Mainstreaming: Grundsätzlich wird am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg für Aufgabenbereiche und Stellenbesetzungen ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis angestrebt.

Das Berufskolleg achtet gemäß dem Gender Mainstreaming auf die Förderung der Schüler. Es werden unterschiedliche Projekte durchgeführt, z. B. Mädchen im Handwerk.

Zur weiteren Verbesserung der Arbeitssituation der vollzeit- und teilzeitbeschäftigten Lehrerinnen werden Organisationsformen angestrebt, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch weiter gewährleisten, z. B. bei der Stundenplanung, der Teilnahme an Konferenzen und Teamsitzungen.

 

Suche

Anmeldungen für das Schuljahr 2012/13

Anmeldungen über www.schueleranmeldung.de vom 10.02.2012 bis zum 27.02.2012 (Anmeldung anschließend ausdrucken und mit den geforderten Unterlagen in den Büros der Schule abgeben)

Prüfunsgtermine 2012

Die Termine für alle Abitur-Bildungsgänge des Berufskollegs finden Sie hier.

Den Terminplan für alle weiteren Prüfungen und Zeugniskonferenzen für das 2. Schulhalbjahr finden sie hier.

0 25 91 / 23 98-0
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