Sind Sie an einer Ausbildung zum/r Industriekaufmann/-frau interessiert, so müssen Sie zunächst einen Betrieb finden, der in diesem Beruf ausbildet. Hier sind die örtliche Arbeitsagentur mit seinen Berufsberatern und Informationsangeboten und die Lehrstellenbörsen der IHK Nordwestfalen und des Deutschen Bildungsservers behilflich. Zudem ist es ratsam, die Internetseiten ansässiger Industriebetriebe zu besuchen, um sich über deren Ausbildungsangebot und Bewerbungsmodalitäten zu informieren.
Wir sind für Ihre schulische Ausbildung zuständig, wenn Ihr Ausbildungsbetrieb in unserem Einzugsbereich liegt. Für die Berufsausbildung zum Industriekaufmann/ zur Industriekauffrau umfasst unser Schulbezirk die Städte und Gemeinden Dülmen, Lüdinghausen, Senden, Ascheberg, Nordkirchen und Olfen. (Auf Ihren Wohnort kommt es nicht an.)
Die Aufgaben eines/r Industriekaufmanns/-frau erfordern selbstständige Sachbearbeitung in Form bereichsübergreifender und zum Teil komplexer Fall- bzw. Vorgangsbearbeitung sowie Teamarbeit. Interessieren Sie sich für den Beruf, so ist es von Vorteil, wenn Sie Spaß am Umgang mit Menschen haben, gerne im Team arbeiten sowie Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen zeigen. Des Weiteren kommen Ihnen Kenntnisse in der Anwendung neuer Informationstechnologien zugute.
Wenn Sie einen Ausbildungsvertrag geschlossen haben, meldet der Arbeitgeber diesen bei der zuständigen Kammer zur Eintragung in das Berufausbildungsverzeichnis an. Sie müssen sich im Internet unter der Adresse http://www.schueleranmeldung.de online bei dem Berufskolleg Ihrer Wahl anmelden. Das Sekretariat des Berufskollegs teilt dem Ausbildungsbetrieb die Unterrichtstage und den ersten Schultag mit.
Am ersten Schultag werden Sie von Ihrem künftigen Klassenlehrer empfangen und über allgemeine und berufsspezifische Regelungen, die an unserer Schule gelten, informiert.
Sie erhalten kurzfristig einen Schülerausweis, der Ihnen bei vielen Veranstaltungen und Ein- richtungen einen günstigeren Zutritt gewährt. Halten sie hierfür ein Passfoto bereit.
Ein schöner Nebeneffekt der Ausbildung ist die Ausbildungsvergütung, die sie erhalten.
Deshalb ist die Lernmittelfreiheit für Auszubildende weggefallen. Im Klartext heißt das, dass Sie die Schulbücher selbst bezahlen müssen. Ebenso sind die Fahrtkosten zum Berufskolleg von Ihnen selbst zu tragen.
Am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg Lüdinghausen wird der Unterricht aufgrund eines Beschlusses des Kreises Coesfeld in der Organisationsform des Blockunterrichts gegeben. Pro Schuljahr verteilen sich ca. 13 Wochen Unterricht mit ungefähr 35 Unterrichtsstunden auf 2 Blöcke zu je 6–7 Wochen. Die genauen Blockzeiten entnehmen Sie bitte dem „Blockplan Schuljahr“.
Sie befinden sich in einem Bildungsgang des „Dualen Systems“, das bedeutet, dass Ihre Berufsabschlussprüfung von der zuständigen Kammer (i.d.R. IHK Nord Westfalen) durchgeführt wird. Über die schulischen Leistungen erhalten Sie vom Berufskolleg ein Abschlusszeugnis (sofern nicht mehr als eine Note „mangelhaft“ bzw. kein „ungenügend“). Dieser Berufsschulabschluss wird unabhängig vom Berufsabschluss zuerkannt.
Durch den erfolgreichen Besuch der Berufsschule (Abschlusszeugnis) können Sie ggf. einen bisher noch nicht erreichten Schulabschluss erwerben.
Möchten Sie den Sekundarabschluss I – Hauptschulabschluss nach Klasse 10 -, erwerben, müssen Sie lediglich den Abschluss der Berufsschule erreichen (Bedingungen siehe oben).
Zur Erlangung des Sekundarabschlusses I - Fachoberschulreife
benötigen Sie:
Wir bieten für Bildungsgänge, für die laut Lehrplan das Fach Englisch nicht im berufs-bezogenen Bereich vorgesehen ist, so genannte FORKE – Kurse (Fachoberschulreife Kurs Englisch) im Umfang von 80 Stunden an.
Mit dem Abschluss als Industriekaufmann/-frau bieten sich vielfältige berufliche Chancen in der Industrie, im Handel, im privaten Dienstleistungssektor sowie in öffentlichen Betrieben. Dabei unterstützt der/die Industriekaufmann/-frau sämtliche Unternehmensprozesse aus betriebswirtschaftlicher Sicht von der Auftragsanbahnung bis zum Kundenservice nach der Auftragsrealisierung.
Es bestehen zudem gute berufliche Weiterbildungsmöglichkeiten z.B. zum Industriefachwirt und entsprechend dem beruflichen Aufgabengebiet zu verschiedenen funktionsbezogenen Weiterbildungen mit Abschluss Fachwirt, Fachkaufmann bzw. Betriebswirt, z.B. als Bilanz-buchhalter. Weiterbildungen im Bereich der EDV, z.B. als Organisationsprogrammierer, sind ebenfalls möglich.
Alternativ sind Studiengänge z.B. zum Diplom-Betriebswirt möglich.
Die Ausbildung zum/r Industriekaufmann/-frau dauert i.d.R. 3 Jahre. Eine Verkürzung der Ausbildung auf 2½ bzw. 2 Jahre ist möglich. Hierzu ist das Einverständnis des ausbildenden Betriebs notwendig.
Fächer | |||
|---|---|---|---|
Berufsbezogener Lernbereich | |||
Wirtschafts- und Sozialprozesse | |||
Geschäftsprozesse | |||
Steuerung und Kontrolle | |||
Datenverarbeitung | |||
Englisch | |||
Berufsübergreifender Lernbereich | |||
Deutsch / Kommunikation | |||
Religionslehre | |||
Sport / Gesundheitsförderung | |||
Politik / Gesellschaftslehre | |||
Differenzierungsbereich | |||
Betriebsorientierte Projekte (1 Projekt pro Schuljahr) | |||
Liegt der Schwerpunkt der schriftlichen Prüfung weiterhin auf dem Ermitteln des vorhandenen Fachwissens, so ist das Augenmerk bei der mündlichen Prüfung auf die Methoden- und Sozialkompetenz gerichtet. Diese Kompetenzen muss der Auszubildende im Rahmen einer Präsentation einer Fachaufgabe vor einem Prüfungsausschuss zeigen. Wenn Sie an weiteren Einzelheiten interessiert sind, lesen Sie bitte die Broschüre der IHK zur Neuordnung.
Der Bildungsgang Industrie verfolgt insbesondere die im Schulprogramm verankerten Ziele „Praxisbezug, Kooperation mit ausbildenden Betrieben und fächerübergreifender Unterricht“.
Der angestrebte Praxisbezug wird durch eine intensive Zusammenarbeit mit den ausbildenden Betrieben erreicht. Um möglichst umgehend aktuelle Fragen und Probleme abklären zu können, wurde ein Kooperationsgremium eingerichtet, in dem 5 Ausbilder der regionalen Industriebetriebe, das Lehrerteam und ggf. die Klassensprecher mitwirken.
Neben regelmäßigen Betriebsbesichtigungen führen die Auszubildenden pro Ausbildungsjahr ein betriebsorientiertes Projekt (BOP) durch. Die Projektaufgabe wird dabei von einem der ausbildenden Betriebe gestellt. Eine abschließende Präsentation der Ergebnisse rundet die Projektarbeit ab. Bewertet und dokumentiert wird die Projektarbeit in Form einer „BOP-Zeugnisnote“ und einer zusätzlichen Anlage (Zertifikat) zum Berufsschulabschlusszeugnis.
Abteilungsleiter: Herr StD Heiner Schulte-Sienbeck
Bildungsgangleiterin: Frau StR´in Susann Bürger
Anmeldungen über www.schueleranmeldung.de vom 10.02.2012 bis zum 27.02.2012 (Anmeldung anschließend ausdrucken und mit den geforderten Unterlagen in den Büros der Schule abgeben)
Die Termine für alle Abitur-Bildungsgänge des Berufskollegs finden Sie hier.
Den Terminplan für alle weiteren Prüfungen und Zeugniskonferenzen für das 2. Schulhalbjahr finden sie hier.
01.02.2012
31.01.2012
31.01.2012
28.01.2012
10.12.2011