Nachhaltigkeitswoche am RvW
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Nachhaltigkeit wurde in dieser Woche am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg groß geschrieben. In einer Projektwoche haben die Schülerinnen und Schüler des RvWs am Montag und Dienstag in verschiedenen Aktionen mit ihren Klassenlehrern Nachhaltigkeit erfahren. Sie haben verschiedene ökologische Themen und ihre lokalen und globalen Auswirkungen vertieft.
Am Mittwoch, den 9. Juli 2025 fand die Nachhaltigkeitswoche am RvW ihren Höhepunkt. Es gab einen schulübergreifenden Aktionstag, an dem die Vollzeitklassen beteiligt waren. Für alle Interessierten gab es eine Kleidertauschbörse und eine Pflanzentauschbörse. Schätzchen, die im Kleiderschrank verschwinden konnten abgegeben und gegen andere Kleidungsstücke getauscht werden. Wer Pflanzen mag, konnte mit anderen seine Ableger tauschen und so neue Gewächse sein Eigen nennen. Auch eine Alt-Handy Sammelaktion stand für alle offen. Hier konnten nicht mehr genutzte Smartphones abgegeben werden, um sie zu recyclen. Auf diese Weise können begehrte Rohstoffe wiederverwendet werden und müssen nicht unter teilweise menschenverachtenden Bedingungen gefördert werden.
Für die Schülerinnen und Schüler der Vollzeitklassen gab es eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich intensiv mit einigen Themen der Nachhaltigkeit zu befassen, denn sie konnten aus elf Workshops zwei Kurse auswählen. Begonnen wurde mit einer Schätzfrage, mit der man auch einen kleinen Preis gewinnen konnte: eine Tafel Fairtrade-Schokolade. Die Schülerinnen und Schüler mussten erraten, wie viele Zigarrettenkippen in einer Sammelaktion am RvW aufgelesen wurden. In acht (!) Einmachgläsern (siehe Foto) fanden sich 3311 Zigarrettenstummel! Mehrere Schülerinnen und Schüler kamen dieser Zahl recht nahe. Etwas appetitlicher war da die Verkostung von Faitrade-Schokolade. Sie kam sehr gut an und Frau Zukowsky musste mehrmals nachfüllen.
Hier eine Übersicht über die Workshops, aus denen die Schülerinnen und Schüler wählen konnten:
1. Klimawandel Escape Room
Escape Climate Change ist ein interaktives Spiel, welches das Thema “Klimaschutz” mit Spaß und Spannung angeht. In einer Kleingruppe muss es gelingen, in einer vorgegebenen Zeit ein komplexes Rätsel zu lösen. Dabei müssen die Jugendlichen gemeinschaftlich einen finalen Geheimcode knacken, der sich innerhalb einer Box befindet. Dies gelingt nur, wenn sie zahlreiche Rätsel und Aufgaben mit Hilfe von Spürsinn, Teamwork und Klimawissen lösen. Kooperation und die Auseinandersetzung mit dem Thema “Klimaschutz” sind Grundlage für die Lösung des Spiels.
2. Plastik im Meer - Excape Room
Plastik gehört zu den bedeutensten Verschmutzungen in unseren Ozeanen. Es gibt aufgrund der hohen Verschmutzung mittlerweile sogar Plastikstrudel, die sowohl eine Bedrohung für Tiere als auch für uns Menschen darstellen. Dieses Escape-Game greift systematisch das Thema „(Mikro-) Plastik im Meer“ auf. Es erklärt, was Plastik ist, wie Kunststoffe in der Industrie eingesetzt werden, wie der Abbauprozess von Plastik verläuft und was jede:r tun kann, um den eigenen Plastikverbrauch zu reduzieren und somit die Entstehung von Plastikinseln und -strudeln zu vermeiden.
3. Snacks und Finger Food nachhaltig
In diesem praktischen Workshop stellen die Teilnehmer*innen verschiedene kleinere Gerichte selbst her. Die Schlagworte regional, saisonal und plastikfrei stehen hier im Mittelpunkt.
4. Schokolade - selbst gemacht und fair gehandelt
Schokolade ist überall, aber woher kommt sie eigentlich und welcher Aufwand muss eigentlich betrieben werden, damit wir sie hier genießen können? Dieser Frage wird in diesem Worksop nachgegangen. Am Ende stellen die Teilnehmer*innen ihre eigene Schokolade her, die sie natürlich auch probieren können.
5. Konsumkritischer Stadtrundgang
Die Teilnehmer*in lernen, sich mit ihrem eigenen Konsumverhalten auseinander zu setzten. Sie sehen die globalen Zusammenhänge auch in ihren alltäglichen Entscheidungen und ihrem Handeln. Auch die kleinen Entscheidungen können einen positiven Effekt auf das Klima haben. Interaktiv und mit spielerischen Methoden.
6. Wildnis-Training
Die Teilnehmer*innen lernen, sich mit einfachen Mitteln in der Natur zurechtzufinden. Sie trainieren die Wahrnehmungsfähigkeit ihrer Sinne und entwickeln in gemeinsamem Handeln Lösungsstrategien für Aufgaben wie Wasser reinigen, Feuer machen und Orientierung im Gelände. Am Lagerfeuer stellen sie selbst Brennnessel-Chips her und lernen so, Nahrungsquellen aus der Natur zu nutzen.
7. Alt-Handys, ein wertvoller Schatz
Smartphones sind aus dem Alltag nicht wegzudenken. Allein in Deutschland werden jedes Jahr rund 20 Millionen neue Smartphones gekauft. Die alten Mobiltelefone werden oft nicht fachgerecht recycelt, sondern landen, obwohl sie wertvolle Rohstoffe enthalten, in Schubladen oder im Hausmüll.
Aktuell sind dies mehr als 210 Millionen alte Smartphones und Handys.
Die gesammelten Handys werden über Foxway Germany GmbH und die Telekom der fachgerechten Datenlöschung und anschließend dem Recycling zugeführt. Der Erlös aus der Sammelaktion geht an Menschenrechtsprojekte von Brot für die Welt und der VEM in der DR Kongo und Südafrika. Die Teilnehmenden recyceln selbst ein Handy, lernen etwas über die Abbaubedingungen in Afrika und informieren sich über die Wohltätigkeitsprojekte, an die die Spenden von den Recyclingaktionen gehen.
8. PlanetPlastic
Plastik ist überall – und es wird immer mehr: Coffee-To-Go-Becher, Tüten, Flaschen, Lebensmittelverpackungen. Plastik im Meer, im Essen, in Medikamenten, in unserem Blut. In diesem Workshop erfahrt ihr mehr über die Auswirkungen des Plastikzeitalters und wie ein plastikarmes Leben aussehen kann.
9. Nachhaltigkeitsziele kreativ gestalten
Wir gestalten die Logos der SDGs, um sie an prominenter Stelle im Schulgebäude (LH) (z.B. als Plakatwand, Mobile) anzubringen.
10. Streuobstwiese am RvW - ein Lern- und Spielort für Kinder
Streuobstwiesen sind wichtige Ökosystem und für Schulen und Kitas häufig fußläufig erreichbar.
Anhand von Lernstationen und Mitmach-Aktionen wird das Zusammenspiel der Pflanzen und Tiere im Ökosystem spielerisch vermittelt.
Der Workshop richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die eine Ausbildung im Bereich Sozialpädagogik absolvieren.
11. Schulhof-Utopie
Wir tragen unsere Wünsche zur Schulhofgestaltung zusammen und planen diese möglichst konkret (rechtliche Vorgaben recherchieren, Material-, Zeiteinsatz, wer macht was). Auf einem Plakat (oder digital) schreiben/gestalten wir unsere Ergebnisse. Wir präsentieren unsere Ergebnisse beim Abschlusstreffen (12:15) und stellen sie der Schulleitung in einem Gespräch vor.