Goldmedaille für Richard-von-Weizsäcker-Kolleg

Ergebnis der Qualitätsanalyse wurde diskutiert

Lüdinghausen. Wir brauchen ein solches Verfahren, um die Schule zu verbessern. Das unterstrich Rudolf  Hege, Leiter des Richard-von-Weizsäcker-Berufskollegs, als im Rahmen einer Abteilungsleitersitzung gemeinsam mit der Leitenden Schuldirektorin Monika Appler von der Bezirksregierung in Münster das Ergebnis der Qualitätsanalyse des Berufskollegs diskutiert wurde. Bei genauerem Hinsehen braucht das Lüdinghauser Kolleg diese Qualitätsanalyse allerdings nicht, denn das Ergebnis der Untersuchung ist ziemlich eindeutig: Sie können sich eine Goldmedaille ausstellen lassen, charakterisierte Appler den Erfolg der Schule.

Zum ersten Mal fand eine solche Qualitätsanalyse im vergangenen Jahr am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg statt. Nicht nur die Schule, sondern auch die Bezirksregierung betrat damit Neuland. Es ging nicht nur darum, die Schule auf Herz und Nieren zu prüfen. Ziel war es auch, das Verfahren zur Ermittlung der Schulbenotung zu testen. Die Lüdinghauser Schule war eins von zwei Berufskollegs, die sich dieser Prozedur unterzogen und das freiwillig, was Appler jetzt noch einmal deutlich herausstrich. Die Qualitätsanalyse wird in Zukunft ein grundlegendes Prinzip sein. Damit soll nicht nur den übergeordneten Behörden ein Instrument der Beobachtung an die Hand gegeben werden. Es dient auch der eigenen Bewertung und Kontrolle durch die Schulen.

Mehrere Tage lang besuchte eine Fachkommission im vergangenen Jahr das Kolleg (an beiden Standorten). Neben grundlegenden Informationen und statistischen Daten, die von der Schule zur Verfügung gestellt wurden, führten die Bewerter auch Gespräche mit Lehrern, Schülern, Eltern und Ausbildern. Lehren und Lernen, Schulkultur, Führung und Schulmanagement, Personalentwicklung, Qualitätsentwicklung und Ergebnisse der Schule lauteten die sechs Bereiche, für die Untersuchungsergebnisse vorgelegt wurden. Während es bei den Schulnoten Bewertungen von 1 bis 6 gibt, reichen bei der Qualitätsanalyse vier Stufen aus: Sie reichen von vorbildlich, über angemessen bis zu nicht mehr angemessen und entwicklungsbedürftig. Um es vorweg zu nehmen: In den Bewertungsfeldern wurde 12 Mal ein angemessen vergeben. Vier Mal kam die Jury zu einem vorbildlichen Ergebnis. Dieses Sehr gut mit Sternchen darf sich sicherlich auch der Kreis Coesfeld als Schulträger für die gute Ausstattung und Gestaltung des Gebäudes und des Geländes ans Revers heften. Die Schulleitung bekam ebenfalls eine Höchstnote, und die erhielt auch die Kommunikation. Was sicherlich die gesamte Schulgemeinschaft freuen dürfte, ist die Bewertung mit einem Vorbildlich für den Lebensraum Schule. Diesen Punkt strich Monika Appler bei der Abschlussbesprechung auch besonders heraus: Ich finde es hervorragend, dass das Schulprogramm so intensiv gelebt wird.

(Donnerstag, 15. März 2007,  Quelle: Kreisredaktion WN (Kreis Coesfeld))