Japanische Hochschuldelegation zu Besuch am RvW-Berufskolleg

Zwölf japanische Lehramtsstudentinnen und ihr Hochschullehrer der Universität Hyogo im japanischen Kato-City waren am 26. September in unserer Schule zu Gast, um sich über berufliche Bildung und insbesondere sozialpädagogische Bildungsgänge in Deutschland zu informieren. Initiiert und begleitet wurde dieser höchst interessante Besuch von Kolleginnen des Zentrums für Lehrerbildung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und dessen Geschäftsführer Dr. Martin Jungwirth. Für eine Woche weilten die japanischen Gäste in Münster und besuchten in dieser Zeit verschiedene Schulen und Kindergärten in der Region.

Mit großem Interesse nahmen die japanischen Studentinnen und ihr Dozent die vielfältigen beruflichen Ausbildungsmöglichkeiten am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg wahr. Besondere Bewunderung äußerten sie für die Holz- und KfZ-Werkstätten, die neuen Küchen und das europäische Jugendgästehaus der schuleigenen Stiftung.

Eine englische Präsentation der sozialpädagogischen Bildungsgänge (Antje Zies und Kerstin Wilksch vom EU-Team der Schule) stand im Zentrum des Meetings: Das System der deutschen Ausbildung zur/zum Erzieher*in sorgte bei den Studentinnen für Verwunderung. Schwierig zu verstehen war für die japanischen Gäste der im Deutschen gängige Unterschied zwischen „Lehrer*in“, „Sozialpädagog*in“ und Erzieher*in“. Die feine Differenzierung, die das deutsche Bildungssystem hier vornimmt, ist in Japan unbekannt. Wenn man dort Lehrer*in wird, ist man ausgebildet für mehrere Altersstufen, auch für die frühkindliche Bildung, und benötigt dafür ein Studium an der Uni. Mit vielen Beispielen und Erfahrungsberichten aus dem Praktikum gespickt konnten die angehenden Erzieherinnen Lilli Roßbach (BGS 81) und Isabel Träger (FS 82) anschaulich darstellen, was den Beruf der Erzieherin ausmacht. Viel Applaus erhielten sie von den japanischen Gästen für ihre lebendigen Vorträge!