Wenn einer eine Reise tut …

… dann kann er was erleben. Wenn viele eine Reise tun, erleben sie umso mehr. So ging es angehenden Industriemechanikern, Metallbauern, Tischlern, Erzieher*innen und Heilerziehungspfleger*innen und einer KFZ-Mechatronikerin, die Ende 2019 für 3, 4 oder 8 Wochen ein Praktikum im Ausland absolvierten.

In Schweden, England, Irland, Spanien, Frankreich, Italien und den Niederlanden erlebten die Praktikant*innen zum Teil eine ganz andere Arbeitsweise als sie sie aus Deutschland kennen.

Nachdem nun alle wieder zurück sind, lässt sich sagen, dass es eine Erfahrung war, die sich gelohnt hat. Die Praktikant*innen wurden mit offenen Armen empfangen, von ihren Praxisanleiter*innen sehr gut unterstützt, auch was unvorhergesehene außerberufliche Situationen betrifft (Was kann ich in der Freizeit unternehmen? Wie mache ich einen Arzttermin? Wo bleibt denn nur der Bus? Wo ist die nächste Polizeistation? Wir brauchen eine neue Wohnung!). Einige hatten die Gelegenheit, auch die Ausbildung an den Ausbildungsschulen kennen zu lernen, indem sie am dortigen Unterricht teilnahmen, der Kontakt zu gleichaltrigen Jugendlichen hing aber doch stark mit der eigenen Initiative zusammen. Die tägliche Arbeit mit den Kolleg*innen und Adressaten erleichterte es, in die fremde Sprache und Kultur einzutauchen. Es war eine tolle Erfahrung zu merken, dass eine gute Verständigung auch dann gelingen kann, wenn man die Landessprache nicht besonders gut spricht und dass fast alle Personen dazu bereit sind, eine andere Sprache zu sprechen, wenn sie es können. Was den Forschungsauftrag des diesjährigen Praktikums – Digitalisierung in der Arbeitswelt – betrifft, konnten die Praktikant*innen feststellen, dass wir in Deutschland auf diesem Gebiet von anderen Ländern noch eine Menge lernen können.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Praktikant*innen zufrieden sind diese Entscheidung getroffen zu haben. Sie haben alle Erfahrungen gemacht, die ihnen für ihr weiteres Leben helfen können, und sei es die Tatsache acht Wochen von Zuhause weg zu sein oder in einem Land mit einer fremden Sprache zu leben. „Wenn man offen an die Sache herangeht und das Beste draus macht, sind die drei/vier/acht Wochen eine Erfahrung, die sich lohnt“.