Zwei Schulen – zwei Sprachen – eine Branche in der Lagerlogistik vereint

Für zwei Tage ging es für die FL75 und die FL65 (Mittel- und Oberstufe im Bereich Lagerlogistik) nach Zwolle zum Schüleraustausch mit dem Deltion College im Rahmen des Interreg Programmes.

Bei einem Speeddating lernten sich ganz zwanglos die niederländischen und deutschen Schülerinnen und Schüler kennen. Obwohl die Schüler des RvW-BKs über keine niederländischen Kenntnisse verfügen, dauerte es keine 10 Sekunden bis alle miteinander ins Gespräch kamen. Neben Fußball, Musik und weiteren Hobbies wurde aber auch über ihren Berufsalltag und die Ausbildung in der Lagerlogistik gesprochen. Dabei konnte festgestellt werden, dass die Ausbildung in beiden Ländern nicht unterschiedlicher sein kann. Während es in Deutschland die duale Berufsausbildung gibt, werden die Auszubildenden in Zwolle fast gänzlich an der Schule ausgebildet. Mit dem jährlichen Schulgeld, welches die Auszubildenden dort zahlen müssen, werden aber praktische Trainingsflächen geschaffen, in den die theoretischen Inhalte praktisch angewendet werden können.

Direkt im Anschluss ging es dann in eine Fußballhalle. Doch statt „normalem“ Fußball wurden in gemischten Teams einige Runden Bubble Ball gespielt. Spätestens jetzt waren die letzten Kontaktbarrieren überwunden.

Am Nachmittag ging es ins Trainingslager des Deltion College – natürlich wie es sich in den Niederlanden gehört – mit dem Fahrrad. Im Lager wartete ein Parcours mit acht verschiedenen Stationen mit lagerlogistischen Disziplinen auf die Schülerinnen und Schüler beider Schulen. So musste in gemischten Teams unter anderem ein Ball mit einem Gabenstapler in ein Basketballkorb „geworfen“ werden oder eine beladene Palette mit Folie gestretcht und auf einem LKW professionell gesichert werden.

Bevor der erste Tag mit einem BBQ beendet wurde, stand eine durch die niederländischen Schülerinnen und Schüler durchgeführte Besichtigung des Deltion Colleges auf dem Programm.

Gut gestärkt ging es am nächsten Tag in großer Gruppe nach Rotterdam. Zunächst besichtigten wir den Hafen per Boot und konnten so ganz nah an die Containerkräne heranfahren. Leider war aufgrund des starken Windes wenig Bewegung der Container zu sehen. Am Nachmittag wurden wir durch das „Innovation Dock“ in der alten Werft in Rotterdam geführt. Dort können sich junge Unternehmen niederlassen und dadurch ein Teil eines aufstrebenden Netzwerks von Start-Ups und etablierten Konzernen werden. Die Unternehmen haben Zugriff auf Testeinrichtungen und Hi-Tech-Prototypen, wie beispielsweise einen 3D-Drucker, der nach einer Vorlage Stahl zusammenschweißt. Durch die Zusammenarbeit von innovativen Unternehmen, Studenten und Forschern  können hier viele neue, vielversprechende Ideen entstehen.

Geschafft und teilweise überwältigt von den ganzen Eindrücken ging es dann am frühen Abend nach Hause und am nächsten Tag wieder in den hiesigen Arbeitsalltag.

Ein großer Dank geht an das Deltion College, die Kolleginnen und Kollegen sowie die Schülerinnen und Schüler, die uns so freundlich aufgenommen und ein so schönes Programm für uns ausgearbeitet haben. Im Herbst können wir dann hoffentlich die niederländischen Schülerinnen und Schüler bei und am RvW begrüßen und ein ähnlich spannendes und abwechslungsreiches Programm aufstellen.

Bubble - Fußball

Gruppenfoto in Rotterdam mit niederländischen und deutschen Schülern aus dem Bereich der Lagerlogistik